Süd-Tiroler Freiheit stellt in Lana Programm vor

LANA – Die SÜD-TIROLER FREIHEIT kandidiert bei den Gemeinderatswahlen 2010 in rund 30 Gemeinden Süd-Tirols in der Überzeugung, dass die Anliegen der Bewegung – die Wiedervereinigung Tirols und die Erhaltung unserer Tiroler Heimat – nicht nur auf Landesebene, sondern auch auf Gemeindeebene zu verfolgen sind. Grundausrichtung der Bewegung ist, wie der Name ausdrückt, das Prinzip der Freiheit, das für den Einzelnen ebenso Gültigkeit haben muss wie für unser gesamtes, derzeit geteiltes Land.

Wofür wir stehen:

1. Selbstbestimmung:

  • Das Selbstbestimmungsrecht der Völker ist in Artikel 1 der Menschenrechtspakte verankert und somit Ausdruck der Freiheit, den ein Volk beanspruchen kann. Die Teilung Tirols und die damit verbundene Annexion Südtirols durch Italien erfolgten gegen die Prinzipien der Vernunft und Rechtschaffenheit, vor allem aber gegen den Willen des Volkes. Seit jener Zeit hat Südtirol immer wieder um seine Existenz bangen müssen und kann sich auch heute noch nicht der Bewahrung der sprachlich- kulturellen Identität sicher sein. Die Autonomie kann nur als Übergangslösung betrachtet werden. Die Durchführung der Volksabstimmung über die politische Zukunft Südtirols ist das einzig gerechte Mittel zur Lösung des Südtirolproblems.

2. Heimat:

  • Ortsnamengebung: In Südtirol sind noch immer allein die größtenteils erfundenen pseudoitalienischen Ortsnamen amtlich gültig, die zum Zwecke der Italienisierung eingeführt wurden. Durch diesen Frevel wird nicht nur die geschichtsfälschende Absicht des Faschismus fortgeführt, sondern die nachkommenden Generationen auch ihres historischen Erbes beraubt. Dieser unwürdige Zustand ist weder kulturell noch politisch vertretbar und widerspricht auch internationalen Empfehlungen, die sich für die alleinige Verwendung der historischen Namen aussprechen.
  • Faschistische Relikte:  Mehr als 60 Jahre nach Ende des Faschismus findet man in Südtirol noch immer in fast jeder Gemeinde Relikte aus dieser Zeit. Das Siegesdenkmal in Bozen, das Mussolinirelief am Gerichtsplatz, die Beinhäuser und Alpini- Denkmäler sind einige Beispiele. Auch in Lana steht ein Obelisk aus dieser Zeit. Diese Relikte dürfen bis heute nicht einmal dokumentiert werden und können daher auch nicht als Mahnmale interpretiert werden. Sie erfüllen noch immer ihren propagandistischen Zweck und stellen eine Beleidigung für die Südtiroler dar. Die Entfernung dieser faschistischen Relikte, sowie umfassende Aufarbeitung der Geschichte ist längst überfällig.
  • Identität: Sportwettkämpfe vermitteln nicht nur Leistungen, sondern auch Emotionen. Die Südtiroler Athleten sollen nicht für den italienischen Staat antreten und die eigene Identität verleugnen müssen. Fahnen und Hymnen wecken Emotionen, die wir zur Stärkung unserer Identität nützen sollten. Langfristig sollen unsere Athleten für Südtirol oder Gesamttirol antreten können.

3. Umwelt, Natur und Landschaft:

  • Urbanistik & Zersiedelung: Lana ist ein Dorf, in dem viel, zu viel gebaut wird. Lana wächst unaufhörlich und frisst sich in die begrenzte Kulturlandschaft. Das noch vorhandene bebaubare Land darf nicht zum Gegenstand von Bauspekulation werden, sondern muss mit Maß und Weitsicht verwaltet werden.
  • Denkmal- & Ensembleschutz: Das architektonische Erbe unserer Vorfahren ist die Visitenkarte unseres Dorfes. Das alte Dorfzentrum, die Zeugnisse bäuerlicher Wohn- und Wirtschaftskultur, aber auch die Burganlagen geben unserem Dorf ein unverwechselbares und einmaliges Gesicht. Dieses Erbe wird vielfach mit Füßen getreten. Jahrhunderte alte Bauwerke fallen zu oft der Bauwut zum Opfer. Mit ihnen verliert unsere Ortschaft nicht nur ihren Charakter, sondern auch ihre Geschichte. Der Politik der Zerstörung muss Einhalt geboten, und unser architektonisches Erbe durch wirksame Denkmal- und Ensembleschutzmaßnahmen geschützt werden. Auch architektonische K(l)otzbauten sollen vermieden werden.
  • Wasser: Sauberes Trinkwasser ist keine Selbstverständlichkeit, sondern ein Geschenk. Sparsamer Umgang und schonende Quellfassungen sind eine Frage der Verantwortung. Wasser bedeutet auch Energie. Mit dem Strom der Kraftwerke erhalten wir saubere Energie, die unseren Bedarf ausreichend deckt. Nicht der Bau von neuen Großkraftwerken, sondern die Übertragung der bestehenden an das Land bzw. an die Gemeinden, deren optimale und gewässerschonende Nutzung muss unser aller Ziel sein.
  • Versiegelung: Am Beispiel der Gaul sieht man, wie mit unserer Landschaft NICHT umgegangen werden darf. Anstatt Beton sollten naturschonende Elemente verwendet werden. Derzeit gleicht der anfangs groß gepriesene „neue Festplatz“ in der Gaul, nunmehr Eissportanlage, eher einem Industriegelände.
  • Alternative Energiequellen: Die Verwendung neuer und erneuerbarer Energiequellen ist voranzutreiben und gezielt zu fördern. Bereits heute ließe sich ein Großteil der CO2- Emissionen durch die Verwendung umweltfreundlicher Energiequellen vermeiden.

4. Familie im Mittelpunkt:
Die Familie ist die Keimzelle der Gesellschaft und verdient daher größtmögliche Förderung durch die öffentliche Hand. Es gilt Rahmenbedingungen zu schaffen, die Kinderwunsch und berufliche Weiterentwicklung ermöglichen. Zur Familie gehören auch die alten Menschen, die durch ihre harte Arbeit unsere Wohlstandsgesellschaft aufgebaut haben. Sie verdienen daher nicht nur unseren Respekt, sondern auch einen würdevollen Lebensabend in vertrauter Umgebung. Dieser ist durch Betreuungseinrichtungen und finanzielle wie fachlicher Unterstützung jener Familien zu fördern, welche die Betreuung zu Hause übernehmen.

  • Förderungen: Die Gemeinde könnte z.B. für Familien mit Kleinkindern die Müllgebühren drastisch reduzieren. Auch der Gratiskindergarten sollte endlich eingeführt werden. Neue Wohnungen sollten nur bei großer Nachfrage durch Einheimische gebaut werden.

5. Jugend – unsere Zukunft:

  • Mitspracherecht: Die Jugend ist Träger der zukünftigen Gesellschaft und soll in die politischen Entscheidungsprozesse einbezogen werden. Offene Jugendpolitik bedeutet daher auch Verantwortung für die Zukunft zu übernehmen, denn die Jugend muss morgen mit den Entscheidungen leben, die heute getroffen werden.

6. Verwaltung und Gebühren:

  • Transparenz: Sämtliche Gemeindebeschlüsse sollten auf der Internetseite der Gemeinde veröffentlicht werden. Auch jährliche Bürgerversammlungen sollen stattfinden.
  • Steuern: Die steuerliche Belastung für Familien und Betriebe steigt von Jahr zu Jahr. Die Gemeindeimmobiliensteuer sollte unbedingt gesenkt bzw. der Freibetrag für die Erstwohnung erhöht werden. Auch der Abbau von Bürokratie soll endlich erfolgen.

7. Vereine – Das Bindeglied der Gesellschaft:

  • Unterstützung: Unsere ehrenamtlich tätigen Vereine im Dorf sind das wichtigste Bindeglied der Gesellschaft. Die Vereine gehören durch die Gemeinde mehr gefördert und unterstützt.
  • Festplatz: Lana sollten endlich einen zentralen Festplatz mit allen nötigen Infrastrukturen bekommen, welcher den örtlichen Vereinen abwechslungsweise zur Verfügung gestellt wird. Das mittlerweile veraltete Raiffeisenhaus sollte saniert oder neu errichtet und den ortsansässigen Vereinen kostenlos zur Verfügung stehen.
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