Gemeinde Lana mit über 26 Millionen Euro verschuldet!

LANA – In der Tageszeitung „Dolomiten“ vom 4. Jänner 2011, Seite 9, wurden sämtliche Schuldenberge der Südtiroler Gemeinden veröffentlicht. Die Marktgemeinde Lana steht mit sage und schreibe 26.386.619,- Euro in der Kreide. Damit müsste jeder der 11.124 Lananer Einwohner – vom Baby bis zum Greis – 2.372 Euro aufbringen, um die laufenden Kredite abzuzahlen (Quelle: Abteilung für örtliche Körperschaften, Stand 31.12.2009).

Es gibt zwar einzelne Gemeinden, die mehr verschuldet sind als Lana, jedoch stehen im Vergleich dazu viele andere Großgemeinden wie etwa Bozen (1.468 Euro/Einwohner), Meran (1.964 Euro/Einwohner), Brixen (2.254 Euro/Einwohner), Leifers (1.340/Einwohner), Schlanders (2.076 Euro/Einwohner) mit ihren Schuldenbergen weitaus besser da. Aber natürlich ist auch dort die Situation besorgniserregend.

Die Nachbargemeinden von Lana haben hingegen viel sparsamer gelebt, wie etwa Tscherms (247 Euro/E.), St. Pankraz (839 Euro/E.), Burgstall (908 Euro/E.), Nals (1.286 Euro/E.), Gargazon (1.319 Euro/E.) oder Marling (1.670 Euro/E.). Diesen und anderen sparsamen Gemeinden ist es zu verdanken, dass das Entschuldungsprogramm des Landes für die Gemeinden „in zwölf Jahren abgeschlossen werden kann“, wie Landeshauptmann Luis Durnwalder zuversichtlich vorrechnet.

Das Land stellt in den nächsten Jahren jeweils 74 Millionen Euro bereit, um den bedenklichen Schuldenberg abzutragen. Und wenn Gemeinden Geld borgen müssen, dann nicht mehr bei der Bank, sondern aus einem günstigen Rotationsfond, der vom Land auf 500 Millionen Euro aufgestockt wird.

Jahrelang wurde uns vorgegaukelt, dass Lana eine Vorzeigegemeinde sei. In einem Punkt gewiss: beim Schuldenberg anhäufen!

[Hier der entsprechende „Dolomiten“-Artikel >>>]  Dolomiten 04.01.2011, S. 9

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3 Kommentare für “Gemeinde Lana mit über 26 Millionen Euro verschuldet!”

  1. Der Gemeindehaushalt 2011 beträgt 35,2 Millionen Euro. Wenn die Gemeinde mit 26,3 Millionen bei den Banken in der Kreide steht, heißt das, dass der Haushalt zu 74% verschuldet ist. Nicht schlecht, kann man da nur sagen.

  2. Helli sagt:

    Aso ist das. Und dann noch das Raiffeisenhaus übernehmen, das nur rote Zahlen schreibt, und für die Gewerbetreibenden die Baukostenabgabe senken… da wird die Gemeinde nie schuldenfrei sein. Das sind ja vorbildliche Gemeindeverwalter!!!
    Bei den nächsten Wahlen weiß ich wo ich anzukreuzen habe!!!

    Helli

  3. Rudolf Kerschbaumer sagt:

    Unsere Gemeinde ist derart verschuldet? Das ist ja eine Katastrophe!!

    MfG,
    Rudi

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